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Sehenswürdigkeiten

Besuchen Sie die Sehenswürdigkeiten in Villip, Villiprott, Holzem und Pech:

Burg Gudenau

In einer Talaue am Fuße Villips, in der Godesberger und Arzdorfer Bach zusammenfließen, steht die Wasserburg Gudenau, eine der beeindruckendsten Wasserburgen ihrer Art im Rheinland.
Im frühen 13. Jahrhundert entstanden, wurde die vierflügelige Hauptburg mit rückwärtigem großem Park um 1560 ausgebaut. Hier erhielt der Bau Zusätze wie Erker oder geschweifte Hauben. Im 17. Jahrhundert entstand unter italienischem Einfluss die beachtliche Gartenanlage.
Die dreiflügelig gestaltete Rückseite des Herrenhauses wirkt manieristisch – auch durch die von der seeartig breiten Wasserfläche inselhaft vom Garten distanzierte Lage. Hierzu korrespondiert die durch ein enges, rustiziertes Tor führende Brücke und die schmale Wegführung der Vorburg. Eine zweite Vorburg bestimmt mit ihrem mächtigen fünfgeschossigen Torturm, einem geschieferten Walmdach und einem achteckigen Uhrentürmchen die Schauseite der Burg. Die Hauptburg besitzt noch einen gotischen Erker und eine runden Eckturm mit spitzer Schieferhaube, die übrigen drei Ecktürme tragen barocke Hauben. Die italienisch großzügige Gartenfläche binden Achsen, die sich auf die dünnen Vertikalen dreier Fontänen beziehen, deren mächtigste aus einem tiefen, breiten Wasserbecken entspringt. Das Bassin in Form einer Quellgrotte stellt den Gelenkpunkt des sich kräftig abhebenden Drei-Terrassen-Niveaus des Gartens dar. Die Elemente der vielen verschiedenen Stilepochen fügen sich zu einer malerischen Gruppierung zusammen.
Heute befindet sich die Burg Gudenau in Privatbesitz.

Erkunden Sie die Burg im Rahmen der Rheinbacher Burgenrunde - Radeln zwischen Drachenfels und Tomburg
Direkt gegenüber dem Siebengebirge am Rhein liegt zwischen Drachenfelser Ländchen und dem Swisttal ein ideales Radlergebiet. In der geschichtsträchtigen Landschaft zwischen Rheinbach und Bad Godesberg wollen allein 23 Burgen und zahlreiche Sehenswürdigkeiten entdeckt werden.
Leichte Steigungen nur zwischen Godesberg und Villiprott, zwischen Loch und Vier Winde sowie 1 km lange Steigung bei Niederbachem.
Länge: 80 km plus Abzweige und Querverbindungen.
Alle Details zur Route finden Sie im Internet unter: www.wasserburgenroute.de


Naturpark Kottenforst-Ville / Schönwaldhaus bei Villiprott

Der Naturpark Kottenforst-Ville ist durch seine beachtliche Ausdehnung eine wertvolle Naherholungs-landschaft. Der Kottenforst breitet sich mit rund 50 Quadratkilometern südlich von Bonn aus und erstreckt sich mit der sich nördlich anschließenden Ville bis nach Köln. Einzigartig ist das Alleensystem, das noch aus der Zeit stammt, als der Kottenforst kurfürstliches Jagdgebiet war und für die Parforce-Jagd genutzt wurde. Die 1730 erbaute Försterei Schönwaldhaus an der Ortsgrenze zu Villiprott oder das einst als Relais-Station für frische Pferde dienende Jägerhäuschen mitten im Wald erinnern noch heute an dieses Kapitel der tausendjährigen Geschichte dieses Gebietes.


Nepomuk-Kapelle (Anton-Raaff-Kapelle)

Anton-Raaff-Kapelle
Die Nepomuk-Kapelle (Anton-Raaff-Kapelle) in Holzem wurde 1744 vom berühmten Tenorsänger Anton Raaff gestiftet. Raaff, 1714 geboren, Sohn des Gutsverwalters auf Burg Gudenau, Hofsänger bei Kurfürst Clemens August, gelangte an den großen Bühnen und Höfen Europas zu Weltruhm. Johann Christian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart schrieben für ihn.

Gerichtssiegel in Villip

Gerichtssiegel in Villip
Villip erhielt 1660 anlässlich der Verleihung der Reichsunmittelbarkeit ein neues Gerichtssiegel. Als Zeichen der neuen Würde ist darauf die Kaiserkrone zu sehen.

Die jetzige Gastwirtschaft Görres war Sitz des Gerichtes. Den Vorsitz führte ein Landschultheiß, Beisitzer waren sieben Schöffen, von denen einige lesen und schreiben konnten. Dazu kam ein Bote, ein Schreiber und ein Scharfrichter. für die körperlichen Strafen. Während der Gerichtsstunde zwischen 9 und 10 Uhr befassten sich die Schöffen mit allgemeinen Rechtsfällen, wie Lehns- und Steuerpflicht, Flurschäden und Maßnahmen zur öffentlichen Friedenswahrung. Darüber hinaus wurden private Streitfälle in der Gemeinde, wie eherechtliche Fragen, Unterhaltspflicht sowie Delikte bis hin zum Todschlag behandelt. Das Gericht, das nur nach Bedarf tagte, konnte jedoch nur über Beklagte urteilen, die ihren Wohnsitz innerhalb des Gerichtsbezirks hatten. Wurde ein Angeklagter verurteilt, warteten auf ihn oft schwere Strafen: Diebe wurden beispielsweise ausgepeitscht, gebrandmarkt oder sogar verstümmelt. "Schlechte Eheleute" wurden auf einen hölzernen Strafesel gesetzt und Ehebrecherinnen hängte man einen schweren Büßerstein um den Hals, mit dem sie dann durchs Dorf gehen mussten.


Bedorf's Mühle in Villip

In Bedorf's Mühle in Villip, einer alten Wassermühle, dreht sich auch heute noch das Mühlrad. Neben der Möglichkeit, verschiedene Mehle, Schrot und Korn zu kaufen, ergibt sich manchmal mit etwas Glück die Gelegenheit, den Mühlbetrieb zu erleben - besonders schön am Pfingstmontag, dem Deutschen Mühlentag.
Infos im Internet unter: www.muehle-bedorf.de


Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus

Pfarrkirche St. Simon und Judas Thaddäus
Villip wurde erstmals am 10.6.873 als Philuppam erwähnt bei Bestätigung an das Kloster Stablo. Die auf einer Anhöhe gelegene Pfarrkirche, hatte einige Vorläufer, die erste seit 886 als Martinskirche. Das heutige Patrozinium der Apostel Simon und Judas lässt sich erst ab 1665 nachweisen.

Der bestehende Kirchenbau besitzt einen spätgotischen Chor (15. Jh), ein hallenartiges Langhaus von 1713 und einen Westturm von 1749 mit geschweifter Haube. Im Inneren wird durch die Barockausstattung des 18. Jh. eine wohltuende Geschlossenheit erzielt.
In der Kirche befindet sich eine Klais-Orgel aus dem Jahre 1894 mit romantischer Disposition. Rechts neben der Kirche ist in der Mauer der Gerichtsbogen 1659 mit dem Reichswappen von 1777.


Windmühle in Villip

Windmühle in Villip